Die Trachtenmusikkapelle Jainzen marschiert jeden 1. Mai in die Ortschaft Jainzen, die sich im Gemeindegebiet der Stadt Bad Ischl befindet, um einen musikalischen Gruß an die Bewohner zu bringen.

Der Weckruf dient aber auch um Geldspenden zu sammeln, um die Fortbestand der Trachtenmusikkapelle Jainzen gewährleisten zu können. Darüber hinaus bestreitet die Trachtenmusikkapelle Jainzen drei weitere Weckrufe in den Ortschaften Oberkreutern, Unterkreutern und Pfandl.

Beschreibung des Elements:

a) heutige Praxis

Der Weckruf beginnt um 05:30 beim Musikheim der TMK Jainzen in Kreutern und geht in Richtung ehemaliges Gasthaus „Hobel Tenne“ in die Ortschaft Jainzen. Bei jedem Haus wird mit der gesamten Trachtenmusikkapelle stehen geblieben und der Familie des Hauses einen Marsch gespielt. So führt der Weg der Trachtenmusikkapelle Jainzen durch die gesamte Katastralgemeinde Jainzen und zurück zum Musikheim. Dieser Tag ist sehr anstrengend für alle Musiker/- innen und endet erst gegen 14:00 Uhr.

Alle weiteren 3 Weckrufe beginnen ebenfalls um 05:30 Uhr und werden mit einem kirchlichen Anlass verbunden. Beim Weckruf Oberkreutern, (Sonntag von HL. Florian), wird durch die Katastralgemeinde Haiden marschiert und genauso abgehalten wie beim Weckruf Jainzen. Der Weckruf endet bei Feuerwehrdepot der freiwilligen Feuerwehr Pfandl und die Trachtenmusikkapelle Jainzen begleitet die freiwillige Feuerwehr Pfandl vom Feuerwehrdepot zur Kirche in Pfandl und veranstaltet gemeinsam den festlichen Akt.

Beim dritten Weckruf wird durch das Gebiet Unterkreutern marschiert. Hier ist auch derselbe Ablauf wie bei den vorherigen Weckrufen und endet beim katholischen Pfarrheim in Pfandl. Dort werden die Erstkommunionkinder abgeholt und mit klingendem Spiel zur katholischen Kirche in Pfandl gebracht. In der Kirche wird dann der feierliche Aufzug für die Erstkommunikanten gespielt.

Beim vierten und letzten Weckruf der Trachtenmusikkapelle Jainzen führt uns der Weg durch die Wohnsiedlung in Pfandl. Auch hier werden wir von der Bevölkerung herzlich empfangen. Dieser Weckruf endet um halb zehn bei der katholischen Kirche in Pfandl. Die Trachtenmusikkapelle Jainzen wirkt danach bei der Fronleichnamsprozession in Pfandl mit.

b) Entstehung und Wandel

Die Trachtenmusikkapelle Jainzen ist im Jahre 1893 von vier Jungen Musikanten aus der Ortschaft Jainzen gegründet worden. Durch die erschwerte finanzielle Situation in der Monarchie und den hohen Kostenanteil der Uniformen und Instrumente wurde der Weckruf nach Jainzen im Jahre 1913 begonnen. Dabei spendete jeder Bürger nach einem Marsch der Musikkapelle Geld und so wurde dies zu einer der Haupteinnahmequelle um den laufenden Musikbetrieb erhalten zu können. Es war damit kein Problem mehr, Musikanten und später dann Musikantinnen in die Kapelle aufzunehmen. Selbst in Zeiten der beiden Weltkriege wurde der Weckruf so weit wie möglich aufrecht erhalten.

Seit dem Bestehen des Weckrufes der Trachtenmusikkapelle Jainzen war der Abschluss des langen Musiktages beim Gasthaus Hobel Tenne. Seit dem Jahr 2011 wird der Ausklang mit Essen beim Musikheim gemacht, da das Gasthaus für immer den Gastbetrieb eingestellt hat. Die Weckrufe werden genau so, wie es uns unsere Musikahnen vorgelebt haben, weitergeführt.

Eingebundene Gemeinschaften, Vereine, Personen und Art Ihrer Beteiligung

Das Hauptaugenmerk Trachtenmusikkapelle Jainzen liegt bei der Bevölkerung von Jainzen, Ober- und Unterkreutern und Pfandl. Nur diese ermöglichen es, durch ihre finanzielle Unterstützung, den laufenden Musikbetrieb zu erhalten. Weiters sind auch durch die Tradition gewachsene Synergien mit der katholischen Kirche und die freiwillige Feuerwehr in Pfandl ausschlaggebend. Ohne diese Synergien gäbe es kein so reiches kulturelles Leben in dieser Region. Aber was wäre diese Kultur ohne Bevölkerung und ihre rege Teilnahme daran.

Diese ist belegt durch:

1) Pfarre Pfandl: Pfarrer Johannes Schlosser und Diakon Alois Wiesauer

2) Bürgermeister der Stadt Bad Ischl: Hannes Heide

3) Die freiwillige Feuerwehr Pfandl: Kommandant Stefan Schiendorfer

Risikofaktoren für die Bewahrung des Elements:

Ein möglicher Risikofaktor kann der fehlende Nachwuchs der Trachtenmusikkapelle Jainzen sein. Dies ist in den nächsten Jahren aber unwahrscheinlich, da die Musikkapelle ihr Hauptaugenmerk auf die Jugendakquirierung und Jugendausbildung setzt. Dazu werden viele Maßnahmen, wie Schulbesuche und Kinder- und Jugendfest, im Musikjahr umgesetzt.

Auch ein nicht unwesentlicher Faktor kann die Bevölkerung spielen: Wenn diese Tradition in den Augen vieler Jungen Menschen keine Bedeutung mehr findet und die Türen vor den die Trachtenmusikkapelle Jainzen spielt, verschlossen bleiben.

Bestehende und geplante Maßnahmen zur Erhaltung und kreativen Weitergabe des Elements, z.B.: im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Bewusstseinsbildung, etc.

Die Weckrufe haben sich in den letzten 100 Jahren stark in das Leben der Bevölkerung verwurzelt und gehört für jeden einzelnen Menschen zu seinem persönlichen Leben und Tradition dazu. Die Aufnahme in die nationale Liste der immateriellen Kulturgüter in Österreich würde die Bedeutung dieser wichtigen Tradition besonders unterstreichen.

Der Aberseer "Schleinig" ist ein Urtanz, den schon unsere Ahnen und Urahnen tanzten. Er wird nicht nur in Vereinen, sondern von der ganzen Bevölkerung, egal ob alt oder jung, getanzt. Bei heimischen Hochzeiten darf dieser Tanz nicht fehlen.

"Schnecke", die sich immer kleiner zusammenzieht, wobei Gstanzl gesungen werden. Danach wird wieder paarweise getanzt (die Männer meist im Zweierschritt und die Mädchen im Polkaschritt).

Und so klingt der "Schleinig" aus.

Weitere Name des Elements: Schleiniger, Wadlschindta, Aberseer Schleinig, Hochzeitstanz

Heutige Praxis

Ausgangsstellung: Mehrpaartanz im Kreis, Tänzerin zur Rechten des Tänzers, beide mit der Front in Tanzrichtung.

Fassung: die inneren Hände sind gefasst; bei gebeugten Ellbogen hält der Tänzer den Unterarm der Tänzerin mit seinem leicht an sich gepresst, so dass sie bei gefassten Händen bei ihm eingehängt ist. Die Linke jedes Tänzers ruht auf der linken Schulter des Vordermannes, nur zwischen dem Vortänzer und dem vor ihm befindlichen Tänzer besteht diese Verbindung nicht, hier ist der Kreis offen.

Schrittart: Mit jedem Takt 1 Schritt, bei dem die Ferse des Spielbeines gegen das Gesäß hochgeführt wird, wobei die Sohle des Standbeines an den Boden gebunden bleibt, doch im Kniegelenk gefedert wird. Das "Anfersen" wird von den Tänzerinnen nur angedeutet.

Tanzbeschreibung

Aufführen: 16 bis 32 Takte, immer 8 Takte mit, 8 Takte ohne Gesang

Mit den äußeren Füßen beginnend, bewegen sich die Paare in Tanzrichtung vorwärts; mit dem letzten Takt gelangen die Tänzerinnen durch eine halbe Innendrehung zu entgegen gesetzter Frontstellung. Eingangsgstanzl:

"A Schleining, a Schleinig, a Schleinig muaß sei,

Da tanzt ma koa talkata Jagasbua drei."

Aufsitzen: 8 Takt mit Gesang

Die nun inneren Hände werden gefasst. Die Tänzer nach rückwärts, die Tänzerinnen vorwärts ausschreitend, bewegen sich alle gegen die Tanzrichtung weiter, wobei mit folgendem Gstanzl die nächste Figur angekündigt wird:

"A Sprung über's Gasserl, an Juchizer drauf.

Bist a lustiga Teifelsbua, dir mach i auf."

Mit dem 8. Takt tritt jeder Tänzer näher an die Tänzerin heran, wobei er kräftig aufstampft und auf diesem rechten Standbein durch enie Achtel-Linksdrehung zur Schrägstellung gelangt. Schwungholend hat er dabei das gebeugte linke Spielbein, Knie an Knie, an das Standbein herangezogen und schleudert, sich dabei von rechts abstoßend, das sich streckende linke Bein in Sprungrichtung vor ...

Z'sammspringen: 8 Takte

Mit dem 1. Takt kommt jeder Tänzer in Schrittlänge schräg gegen die Kreismitte zu stampfend auf beiden Füßen nieder, macht mit dem 2. Takt rechts einen Schritt auf den Absprungplatz zurück, wobei er wieder das linke Spielbein gebeugt heranzieht, um es dann schwunggebend vorzuschleudern u.s.f.

Es erfolgen also mit dem 1., 3., 5. und 7. Takt beidbeinig stampfende Niedersprünge, mit dem 2., 4., 6. und 8. Takt 1 Schritt rechts auf den Ausgangsplatz zurück. Die Fassung mit der an Ort verbleibenden Tänzerin wird beibehalten. Mit dem letzten Schritt im 8. Takt kommt der Tänzer durch eine Achtel-Rechtsdrehung auf dem rechten Fuß zur rechtsschultrigen Nebeneinanderstellung mit der Tänzerin, alle Fassungen werden gelöst.

Umidreher: 16 Takte

Geschlossene Rundtanzfassung. Heftig kreisend, bewegt sich jedes Paar, am Ort verbeleibend, mit dem Uhrzeiger um den gemeinsamen Mittelpunkt, wobei mit jedem Takt ein Hüpfschritt erfolgt, bei dem das Knie des jeweiligen Spielbeines, bei der Tänzerin nur mäßig, beim Tänzer so hoch gegen die Brust angehoben wird, dass Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden.

Mit dem vorletzten Takt wird die Fassung gelöst. Jeder Tänzer, Front der Kreismitte zugekehrt, stößt sich vom linken Bein ab und kommt mit dem letzten Takt stampfend auf beide Füße nieder (Schlusssprung):

Singen und Paschen: 64 Takte

Die Tänzerinnen, immer je zwei mit geschlossener Rundtanzfassung, bewegen sich paarweise mit dem Uhrzeiger drehend, mit drei kleinen Schritten pro Takt im Außenkreis in Tanzrichtung herum. Bei einer ungeraden Zahl werden keine Paare gebildet, mit nur einem Schritt pro Takt dreht jede Tänzerin allein in Tanzrichtung vorwärts.

Für die Tänzer erfolgen:

8 Takte Singen (= Ansingen zum Paschen)

8 Takte Paschen

8 Takte Singen

8 Takte Paschen

8 Takte Singen

24 Takte Paschen (= Durchipaschen)

Beim 1. Singen

"Buam, stellt's enkh z'samm im Kroas, i sag enkh, was i woaß,
kennt's enkh a Pfeiferl an, wer raukha kann."

Beim 2. Singen

"Schmeiß i mein Huat in Bach, schwimm eam glei söiber nach,
weu mi mei alter Schatz a neamma mag."

Dabei nimmt der eine oder andere seinen Hut vom Kopf und wirft ihn vor seine Füße, mit der 4. Zeile wird er aufgehoben und wieder aufgesetzt.

Sollten die Musikanten in ein zu rasches Tempo geraten sein, werden sie durch folgendes Gstanzl darauf aufmerksam gemacht:

"Lost's nur grad d'Musi an, wia s' musiziern.
I muaß selbm drüba lacha, mei herschz tuat si rührn."

Beim 3. Singen

"Wo is denn mei Diandl, wo is denn mei Schatz?
Auf'n Bergl steht s' drobm und a Almhütterl hat s'."

oder

"Wann i mein Huat aufsetz, dann is mei Haupt b'deckt.
Wann i an Schnackler tua, is mei Schatz g'weckt."

Paschen: Festgelegt ist meist nur das Klatschen des Vor- und Zuhipaschers, wobei alle im Kreis vorpaschen und einer "doppelt", also zuhipascht.

Die Vorpascher klatschen jedes 1., 3. und 5. Achtel, der Zuhipascher klatscht jedes 2., 4. und 6. Achtel.

Beim 1. und 2. Mal Paschen: jeweils 8 Takte. Im 8. Takt wird nur das 1. Achtel geklatscht.

Beim 3. Mal Paschen: Die ersten 8 Takte werden wie die vorigen Paschtakte durchgeführt. Die nächsten 8 Takte werden "hohl", d.h. mit gewölben Handrücken, was einen dumpfen und leiseren Schall ergibt, geklatscht; die letzten 8 Takte werden besonders laut wieder mit ganzer Handfläche gegen Handfläche geklatscht. "Haut's zua!" ermuntert der Vortänzer seine Partner. In dieser 16-taktigen Periode wird der 8. Takt gleichwertig mit den vorhergehenden Takten geklatscht.

Mit Schluss des Paschens muss jede Tänzerin mühelos bei ihrem Partner angelangt sein.

Nun folgt entweder:

Umidreher (= 4. Figur)

oder

Aufsitzen und Z'sammspringen (= 2. und 3. Figur)

Gegen Schluss der vorhergehenden Figur sagt der Vortänzer an: "A(n)hänka zum Schneckn!", worauf alle Fassungen gelöst werden und sich die Tänzerinnen rasch, wie die Tänzer mit der Front in die Tanzrichtung, hinter ihren Partneren zu einem einfachen Flankenkreis einreihen. Die Hände werden durchgefasst, doch nicht zwischen dem Vortänzer und der vor ihm befindlichen Tänzerin. Jeder Tänzer legt bei gebeugtem rechten Ellbogen seine Rechte mit der gefassten Linken seiner Partnerin auf seinen Rücken, die anderen Arme bleiben gestreckt. Alle Oberkörper sind etwas nach außen gedreht.

Schnecken-Eindrehen: Taktanzahl nach Belieben

Um für die Schnecke mehr Raum zu gewinnen, führt der Vortänzer die Kette erst ein wenig in Tanzrichtung vorwärts und biegt sodann nach rechts außen - oft in Harnadelkurven - gegen den Rand des Tanzplatzes ab. Nun führt er mit dem Uhrzeiger in einer Spirale gegen den Mittelpunkt zu und dreht die Schnecke so eng als möglich ein.

Sobald er im Mittelpunkt angelangt ist, vollführt er eine halbe Linksdrehung und löst die Schnecke im Gegenzug auf, zieht schließlich unter dem durch die hochgehaltenen Hände des letzten Paares gebildeten Tor durch und wendet wieder in die Tanzrichtung.

Beim Eindrehen der Schnecke wird jede zweite 8-Takt-Folge von den Tänzern gesungen. Das anfängliche Gehen mit Anfersen steigert sich allmählich zu verhaltenen Hüpfschritten.

Auslaufen: Taktanzahl nach Bedarf, außerhalb des Tanzraumes ohne Musik. Wenn die Tänzer im Tanzsaal auftauchen, setzt die Musik wieder ein.

Mit Hüpfschritten führt der Vortänzer die Kette beliebige Wege durch den Tanzraum, durchs Vorhaus, durch Küche und andere Räume, nach Lust und Laune ins Freie hinaus, wobei er mitunter den Weg durch ein Fenster nimmt, um das Haus herum, ja manchmal sogar durch einen Teil des Ortes.

Seitdem aber vor einigen Jahren das letzte Mädchen der Kette von einem Auto erfasst und tödlich verunglückte, ist das Auslaufen durch den Ort polizeilich verboten.

Wieder in den Tanzraum zurückkehrend, führt er die Kette in Tanzrichtung zu einem Kreis. Mit der Front zur Kreismitte springen auf den vorletzten Takt einer 8-taktigen Periode alle Tänzer ab und kommen beidbeinig stampfend zu einem Stirnkreis zusammen.

Singen und Paschen (= 5. Figur): Meist aber entfallen das Singen und das erste und zweite achttaktige Paschen und nur das dritte Paschen (= 24 Takte) wird durchgeführt.

Umidreher (= 4. Figur): Es ist aber auch üblich, nach der 9. Figur (= Singen und Paschen) Figur 2 (= Aufsitzen), sodann Figur 3 (= Z'sammspringen) und dann erst als Abschluss Figur 10 (= Umidreher) zu tanzen.

Die Melodie und die Gstanzln sind variabel!

Entstehung und Wandel

Entstehung aus dem im steirischen, inneren oberösterreichischen Salzkammergut und Rußbacher / Abtenauer Gebiet üblichen Schleunigen. Diese wurden als Kreistänze zu Hochzeiten, Schützengesellschaften, Tanzveranstaltungen u.A. gespielt und getanzt.

Der Schleunige ist wahrscheinlich die im Salzkammergut älteste überlieferte Spiel- und Tanzform. Er existierte vor den "Steyrischen" und "Landlertänzen" (siehe Schmalnauer).

Im Gebiet um den Wolfgangsee wurde er sehr gerne bei (Bauern-)Hochzeiten gespielt und getanzt. Besonders beliebt war und ist die Kombination Landler – Schleinig (d.h. wenn ein Landler gespielt und getanzt wird folgt unmittelbar darauf – ohne Pause – der Schleinige). Je nach Hochzeitsgästen und Vortänzer, gestaltete sich der Tanzablauf individuell, wobei aber das Grundgerüst (Tanz, Einspringen, Kettenform, Gesang und Paschen) unverändert beibehalten wurde.

Als "Aberseer Schleuniger" erstmals Erwähnung fand der Tanz 1933 von R. Wolfram. Dieser beschreibt den Tanz im Aufsatz "Salzburger Volkstänze", wie er ihn bei einer Vorführung beim Vietzbauern aufgezeichnet hat. Die Beschreibung des Tanzes entspricht im Wesentlichen der derzeitigen Praxis.

Mit der Gründung der Trachtenvereine (ab 1948 d´Stoaklüftla, später d´Aberseer) wurde der Schleinige auch als Vorführtanz anlässlich von Heimatabenden, Festen, Vorführungen außerhalb der Region aufgeführt. In dieser Zeit verfestigte sich das jetzige Erscheinungsbild.

Dokumentation des Elements

PETER, Ilka: Salzburger Tänze, 2. Auflage 1988, Verlag Alfred Winter, Salzburg.

Videoaufnahme

WOLFRAM, Richard: Salzburger Volkstänze, in: Wiener Zeitschrift für Volkskunde 38 (1933), S. 85-101.

ZODER, Raimund: Die Melodien des Schleunigen-Tanzes, in: Das deutsche Volkslied 43 (1941), S. 49-56 (Teil 1), S. 75-79 (Teil 2) und S. 112-117 (Teil 3).

Im Rahmen der Vereinstätigkeit werden immer wieder die jungen Mitglieder in die Vorführungen eingebunden. Bei traditionellen Hochzeiten wird immer darauf geachtet, dass der Aberseer Schleinige zum Tanz gespielt wird.

Mit der Aufnahme in die Liste als schützenswertes immaterielles Kulturerbe der UNESCO will man auf die Erhaltungswürdigkeit des Aberseer Schleinig des Aberseer Schleinigen aufmerksam machen.

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137 Einträge

§ 1: Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

(1) Der Verein führt den Namen „Immaterielles KulturErbe Salzkammergut (IKES)“
(2) Er hat seinen Sitz in Bad Ischl und erstreckt seine Tätigkeit auf die ganze Welt
(3) Die Errichtung von Zweigvereinen ist nicht beabsichtigt.

§ 2: Zweck

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt

den Schutz des immateriellen Kulturerbes gemäß der UNESCO Konvention zum Schutz des Immateriellen Kulturerbes vom Oktober 2003 vor allem in Bezug auf das kulturelle Erbe des Salzkammergutes,

die Sicherung des Respekts vor dem immateriellen Kulturerbe und den betreffenden Gemeinschaften, Gruppen und Individuen,

die Förderung des Bewusstseins für die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes als identitätsstiftender Faktor gesellschaftlicher Entwicklung und seiner gegenseitigen Wertschätzung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene

die Förderung der regionalen und überregionalen (internationalen) Zusammenarbeit und Unterstützung

§ 3: Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

(1) Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

(2) Als ideelle Mittel dienen
a) Veranstaltung von Vorträgen, Symposien, Versammlungen, geselligen Zusammenkünften, Ausstellungen, Diskussionen und Ähnlichem, bzw. Teilnahme an solchen Veranstaltungen.
b) Herausgabe von Publikationen
c) Lobbying bei nationalen und internationalen Entscheidungsträgern
d) Veranstaltung und Teilnahme an Reisen zu regionalem und überregionalem (internationalem) Erfahrungsaustausch
e) aktive kulturelle Betätigung

(3) Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch

a) Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge
b) Spenden
c) Erträgnisse aus den Vereinsaktivitäten
d) öffentlichen und privaten Zuwendungen (Subventionen)
e) Vermächtnisse
f) Sammlungen
e) Sonstiges

§ 4: Arten der Mitgliedschaft

(1) Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche, außerordentliche, Gast- und Ehrenmitglieder.
(2) Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen. Außerordentliche Mitglieder sind solche, die die Vereinstätigkeit vor allem durch Zahlung eines erhöhten Mitgliedsbeitrags fördern. Gastmitglieder sind jene, die während einer definierten Zeit (z.B. während einer Veranstaltung) als Gäste in den Verein aufgenommen werden und Ehrenmitglieder sind Personen, die hiezu wegen besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden.

§ 5: Erwerb der Mitgliedschaft

(1) Mitglieder des Vereins können alle physischen Personen, sowie juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften werden.
(2) Über die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.
(3) Bis zur Entstehung des Vereins erfolgt die vorläufige Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern durch die Vereinsgründer, im Fall eines bereits bestellten Vorstands durch diesen. Diese Mitgliedschaft wird erst mit Entstehung des Vereins wirksam. Wird ein Vorstand erst nach Entstehung des Vereins bestellt, erfolgt auch die (definitive) Aufnahme ordentlicher und außerordentlicher Mitglieder bis dahin durch die Gründer des Vereins.
(4) Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstands durch die Generalversammlung.
(5) Die Aufnahme von Gastmitgliedern erfolgt durch den Vorstand, wobei der Beginn das Ende der Mitgliedschaft bereits bei der Aufnahme festgelegt wird.

§ 6: Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt und durch Ausschluss. Bei Gastmitgliedern endet die Mitgliedschaft mit dem bei der Aufnahme festgesetzten Termin.
(2) Der Austritt kann nur zum Ende eines Kalendermonats erfolgen. Er muss dem Vorstand mindestens 2 Wochen vorher schriftlich mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet, so ist sie erst zum nächsten Austrittstermin wirksam. Für die Rechtzeitigkeit ist das Datum der Postaufgabe oder das Datum der persönlichen Übergabe maßgeblich.
(3) Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, wenn dieses trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung unter Setzung einer angemessenen Nachfrist länger als sechs Monate mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hievon unberührt.
(4) Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein kann vom Vorstand oder auf Antrag von der Vollversammlung auch wegen grober Verletzung anderer Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden.
(5) Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft kann aus den im Abs. 4 genannten Gründen von der Generalversammlung über Antrag des Vorstands beschlossen werden.
(6) Ist kein Termin festgelegt, so endet die Gastmitgliedschaft 2 Monate nach Beschluss der Aufnahme.

§ 7: Rechte und Pflichten der Mitglieder

(1) Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht stehen nur den ordentlichen und den Ehrenmitgliedern zu.
(2) Jedes Mitglied ist berechtigt, vom Vorstand die Ausfolgung der Statuten zu verlangen.
(3) Mindestens ein Zehntel der stimmberechtigten Mitglieder kann vom Vorstand die Einberufung einer Generalversammlung verlangen.
(4) Die Mitglieder sind in jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins zu informieren. Wenn mindestens ein Zehntel der stimmberechtigten Mitglieder dies unter Angabe von Gründen verlangt, hat der Vorstand den betreffenden Mitgliedern eine solche Information auch sonst binnen vier Wochen zu geben.
(5) Die Mitglieder sind vom Vorstand über den geprüften Rechnungsabschluss (Rechnungslegung) zu informieren. Geschieht dies in der Generalversammlung, sind die Rechnungsprüfer einzubinden.
(6) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.

§ 8: Vereinsorgane

Organe des Vereins sind die Generalversammlung (§§ 9 und 10), der Vorstand (§§ 11 bis 13), die Rechnungsprüfer (§ 14) und das Schiedsgericht (§ 15).

§ 9: Generalversammlung

(1) Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 idgF. Eine ordentliche Generalversammlung findet alle zwei Jahre statt.
(2) Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf

a. Beschluss des Vorstands oder der ordentlichen Generalversammlung,
b. schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der stimmberechtigten Mitglieder,
c. Verlangen der Rechnungsprüfer (§ 21 Abs. 5 erster Satz VereinsG),
d. Beschluss der/eines Rechnungsprüfer/s (§ 21 Abs. 5 zweiter Satz VereinsG, § 11 Abs. 2 dritter Satz dieser Statuten),
e. Beschluss eines gerichtlich bestellten Kurators (§ 11 Abs. 2 letzter Satz dieser Statuten) binnen vier Wochen statt.

(3) Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail (an die vom Mitglied dem Verein bekanntgegebene Fax-Nummer oder EMail-Adresse) einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand (Abs. 1 und Abs. 2 lit. a – c), durch die/einen Rechnungsprüfer (Abs. 2 lit. d) oder durch einen gerichtlich bestellten Kurator (Abs. 2 lit. e).
(4) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens drei Tage vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail einzureichen.

(5) Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung – können nur zur Tagesordnung gefasst werden.
(6) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen und die Ehrenmitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.
(7) Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.
(8) Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.
(9) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der/die Obmann/Obfrau, in dessen/deren Verhinderung sein/e/ihr/e Stellvertreter/in. Wenn auch diese/r verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

§ 10: Aufgaben der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:
a) Beschlussfassung über den Voranschlag;
b) Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Rechnungsprüfer;
c) Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstands und der Rechnungsprüfer;
d) Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Rechnungsprüfern und Verein;
e) Entlastung des Vorstands;
f) Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge für ordentliche und für außerordentliche Mitglieder;
g) Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;
h) Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins;
i) Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

§ 11: Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus mindestens sechs Mitgliedern, und zwar aus Obmann/Obfrau und Stellvertreter/in, Schriftführer/in und Stellvertreter/in sowie Kassier/in und Stellvertreter/in. Die Generalversammlung kann auf Antrag zusätzliche Personen als Beisitzer in den Vorstand wählen.
(2) Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstands einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beantragen, der umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.
(3) Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt vier Jahre; Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion im Vorstand ist persönlich auszuüben.
(4) Der Vorstand wird vom Obmann/von der Obfrau, bei Verhinderung von seinem/seiner/ihrem/ihrer Stellvertreter/in, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch diese/r auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.
(5) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist.
(6) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des/der Vorsitzenden den Ausschlag.
(7) Den Vorsitz führt der/die Obmann/Obfrau, bei Verhinderung sein/e/ihr/e Stellvertreter/in. Ist auch diese/r verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied oder jenem Vorstandsmitglied, das die übrigen Vorstandsmitglieder mehrheitlich dazu bestimmen.
(8) Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds durch Enthebung (Abs. 9) und Rücktritt (Abs. 10).(9) Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw Vorstandsmitglieds in Kraft.
(10) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw Kooptierung (Abs. 2) eines Nachfolgers wirksam.

§ 12: Aufgaben des Vorstands

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 idgF. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

(1) Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindesterfordernis;
(2) Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;
(3) Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung in den Fällen des § 9 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a – c dieser Statuten;
(4) Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschluss;
(5) Verwaltung des Vereinsvermögens;
(6) Aufnahme und Ausschluss von ordentlichen und außerordentlichen Vereinsmitgliedern, sowie von Gastmitgliedern;
(7) Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.

§ 13: Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

(1) Der/die Obmann/Obfrau führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Der/die Schriftführer/in unterstützt den/die Obmann/Obfrau bei der Führung der Vereinsgeschäfte.
(2) Der/die Obmann/Obfrau vertritt den Verein nach außen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des/der Obmanns/Obfrau und des Schriftführers/der Schriftführerin, in Geldangelegenheiten (vermögenswerte Dispositionen) des/der Obmanns/Obfrau und des Kassiers/der Kassierin. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds.
(3) Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, können ausschließlich von den in Abs. 2 genannten Vorstandsmitgliedern erteilt werden.
(4) Bei Gefahr im Verzug ist der/die Obmann/Obfrau berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; im Innenverhältnis bedürfen diese jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.
(5) Der/die Obmann/Obfrau führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand.
(6) Der/die Schriftführer/in führt die Protokolle der Generalversammlung und des Vorstands.
(7) Der/die Kassier/in ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.
(8) Im Fall der Verhinderung treten an die Stelle des/der Obmanns/Obfrau, des Schriftführers/der Schriftführerin oder des Kassiers/der Kassierin ihre Stellvertreter/innen.

§ 14: Rechnungsprüfer

(1) Zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.
(2) Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.
(3) Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 8 bis 10 sinngemäß.

§ 15: Schiedsgericht

(1) Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.
(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zum/zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.
(3) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

§ 16: Freiwillige Auflösung des Vereins

(1) Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
(2) Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Dieses Vermögen soll, soweit dies möglich und erlaubt ist, einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt, sonst Zwecken der Sozialhilfe.

Vereinsnummer: ZVR-Zahl: 236852805